Rally Obedience


Rally Obedience ist eine relativ junge Sportart im VDH, welche eine Abwandlung unserer Leistungsprüfungen im VDP und dem Obedience darstellt. Dazu hat der VDH ein einheitliches Regelwerk zur Verfügung gestellt.Diese Sportart ist für die Hundehalter geeignet, die sich mit ihrem Hund etwas mehr beschäftigen wollen. Hierbei kommt es auf eine gute Kommunikation zwischen Hund und Hundeführer an, wobei die Team-Beziehung im Vordergrund steht.

Hier nun mehr Details dazu:

Auf einer Fläche von 20 x 30 m sind je nach Startklasse 12 – 24 Übungsschilder verteilt aufgestellt, die durch Nummernschilder gekennzeichnet, nacheinander in vier Minuten bewältigt sein müssen. Dabei sind diese Übungen je nach Startklasse mit oder ohne Leine abzulegen.

Startbedingung ist ein Mindestalter des Hundes von 15 Monaten (Beginnerklasse). Dann kann man in die Leistungsklassen RO1, RO2 bis RO3 aufsteigen. Jeder beginnt in der Beginnerklasse und kann sich dann bis zur RO3 hocharbeiten. Hat ein Team die Bedingungen zum Aufstieg erfüllt, kann er aufsteigen, muss er aber nicht. Bei einem freiwilligen Abstieg zum Beispiel muss man aber die zum Aufstieg wieder nötigen Bedingungen erfüllen. Für die älteren Hunde gibt es die Startklasse „Senioren“. Ab dem achten Lebensjahr des Hundes kann in dieser Klasse gestartet werden und frei gewählt werden, ob man den Parcours mit oder ohne Leine begehen möchte. Auch in den unteren Startklassen RO B (Beginner) und der Leistungsklasse 1 (RO1) kann man zwischen mit und ohne Leine selbst wählen, wie man den Parcours begehen möchte.

Für Jugendliche von 8 - 18 Jahren gibt es die Sparte „J“ (Junior). Der Unterschied besteht zu den Erwachsenen in erster Linie in der verlängerten Parcours-Zeit, nämlich fünf Minuten. Diese Starter erhalten auch eine eigene Platzierung. Auch an mobilitätseingeschränkte Hundeführer ist gedacht. Hier kann der Richter eine angemessene Zeitüberschreitung individuell festlegen.

Im Parcours kann man vielfältige Hör- und/oder Sichtzeichen geben. Wichtig ist nur, dass es Ermutigungen, aber keine Korrekturen sind. Kommandos sind nur im freundlichen Ton gestattet. Werden Hör- und Sichtzeichen gleichzeitig gegeben, so gilt es als ein Signal und nicht als Fehler. Zusätzliche Signale werden aber schon als Wiederholung gewertet und führen zu Punktabzug, wobei Kommunikation, Lob und Aufmunterung (z. B. in die Hände klatschen) während des Laufes nicht als Kommando zählen.

In der Beginner-Klasse und der RO1 ist es an gekennzeichneten Stationen (mit einem Smiley am Schild) gestattet, seinem Hund zur Belohnung ein Leckerli zu geben, ihn zu streicheln bzw. ihn zu berühren.

Diese Leckerchen dürfen sich aber nicht schon während der Übungen in den Händen des Hundeführers befinden. Bei den Senioren darf an jeder Station gefüttert, gelobt und gestreichelt werden.

Zu Beginn des Wettkampfes haben die Teilnehmer der jeweiligen Klasse die Gelegenheit, ohne Hund den Parcours 10 Minuten zu begehen und auch dem Richter Fragen zum Parcours zu stellen.

Beim Rally Obedience gibt es, ähnlich der LP’s bei uns im VDP, auch eine Hürdenübung sowie Sitz- und Platzübungsteile, verschiedene Wendungen, Slalomlaufen und auch Tempowechsel gehören dazu.


Ein größerer Schwierigkeitsgrad ist eine Übung mit vier Leckerchen-schüsseln, um die das Team eine gedachte „acht“ laufen muss, ohne dass der Hund sich an diesen feinen Sachen „vergeht“.

Dieses ist nur ein Auszug des 69-seitigen Reglementes, in dem natürlich auch alle möglichen Stationsschilder abgebildet sind und auch ausgedruckt werden können.


Da der Parcours jedesmal anders aussieht, die geforderten Übungsteile variieren und man einen engen Kontakt zu seinem Partner Hund halten kann und soll, ist diese Sportart abwechslungsreich und fördert dadurch auch die Bindung sowie die Aufmerksamkeit im Team Hund/Mensch. Bewertetet wird eine Übung nach Punkten und Zeit.

Für Interessierte ist das dazugehörige 69-seitige Regelwerk unter folgendem Link des VDH im Internet zu finden:

Regelwerk Rally Obedience VDH


Wir freuen uns, wenn wir Hundefreunde dazu motivieren können, diese Fun-Sportart mal im Hund-Mensch-Team bei uns in der Praxis auszuprobieren.

Interesse geweckt? Dann meldet Euch bitte bei einem Mitglied des Sportausschusses:

Sportausschuss des VDP

Frank Nielsen

© Verband der Pudelfreunde Deutschland e.V. (VDP), Büchsenschinken 10, 21465 Reinbek, Tel.: 04104 - 2095, Fax: 04104 - 961570